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Monatsarchiv: März 2013

Die beste Kombination der Welt – Martha könnte es nicht besser

Veröffentlicht am

Vielleicht habe ich es schon mal an anderer Stelle erwähnt, vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall möchte ich es hier ein für alle mal klarstellen: Der Tag an dem ein Schokoladenlaster einen Erdnusslaster rammte, ist für mich der schönste Tag aller Zeiten.

Erdnuss und Schokolade sind der Stoff aus dem Träume sind. Salzige Erdnüsse, süße Schokolade, leicht herb, die perfekte Kombination.

Hier möchte ich gerne missionarisch tätig werden, und meine liebsten Rezepte mit meinen liebsten Zutaten teilen. Den Anfang machten irgendwie schon die Brownie-Karamell-Cupcakes von Oliver Brachat, heute geht es mit Keksen weiter.Gebackene Kekse

Genauer gesagt mit Peanut Butter Surprise Cookies von Martha Stewart. Das Rezept habe ich aus der „Cookies“-App von Frau Stewart, habe es aber nach dem ersten Testlauf aus verschiedenen Gründen modifiziert. Zum einen arbeitet Frau Stewart mit einem Fettanteil, der zur Hälfte aus Butter und zur Hälfte aus Shortening besteht. Mir persönlich hat sich der Sinn von Fettaustauschprodukten, die genauso viel Fett enthalten wie das Original nie erschlossen. Gibt es etwas Besseres oder Geschmackvolleres als Butter? Zum anderen war mir die Füllung der Kekse zu körnig. Und außerdem gibt es in Deutschland einfach keine guten Chocolate Chips zu kaufen. Da können die Hersteller von mir aus dreimal „Schmilzt nicht beim Backen“ auf die Verpackung schreiben, am Ende tun sie es ja doch. Außerdem sind die viel zu teuer.

Jetzt heißen sie Double Chocolate Peanut Butter Surprise Cookies (DCPBS-Cookies) und hier ist das Rezept. Die ganzen Cup-Angaben habe ich auch direkt in Gramm angegeben. Ich finde es immer recht müßig die Erdnussbutter erst in den Cup reinzulöffeln und dann wieder rauszulöffeln.

Kekse:

230g zimmerwarme Butter
260g Mehl
50g Kakaopulver (das gute Holländische)
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
100g Zucker
200g brauner Zucker
2 Eier (Größe L)
1 TL Vanilleextrakt
150g Zartbitter-Kuvertüre
1 Prise Salz

Füllung:

30g Vergeoise-Zucker (dunkel)
30g Puderzucker
200g Erdnussbutter (cremig)

Als erstes muss der Wunsch enstehen diese Kekse zu backen. Dann geht man in die Küche, schnappt sich das Kochmesser und die Zartbitter-Kuvertüre und hackt die Kuvertüre grob. Die Stücke sollten etwas größer als handelsübliche Chocolate-Chips sein. Dann friert man die selbstgemachten Chocolate-Chips ein. Will man diese Kekse spontan backen, macht man es am besten wie ich und hat immer eine Dose mit „Chocolate-Chips“ im Gefrierschrank.

Wenn es ans Backen geht, sieben wir als erstes Mehl mit Kakaopulver, Backpulver, Natron und der obligatorischen Prise Salz zusammen. Jawohl sieben. Im Kakaopulver sind immer irgendwelche Klümpchen, also hört auf mich. Außerdem vermischen sich die Zutaten beim Sieben hervorragend.
Als nächstes kommt die Butter zusammen mit dem Zucker und den braunen Zucker in eine Rührschüssel. Mit dem Handrührgerät aufschlagen. Und zwar richtig. Nicht nur mal eben kurz. Die Mischung sollte eine homogene Farbe haben und locker fluffig aussehen. Das Originalrezept veranschlagt hierfür 2 Minuten. Das reicht mir nicht. Gut, ich lasse auch meine Küchenmaschine die ganze Arbeit machen. Wenn ihr also eine Küchenmaschine habt, schmeißt die Zutaten in die Rührschüssel, stellt sie auf mittlere Geschwindigkeit und räumt dann die Spülmaschine aus, geht Wäsche aufhängen oder sonstwas. 5-6 Minuten später sollte es dann soweit sein. Wenn nicht: da müsst ihr durch.
Jetzt ein Ei nach dem anderen unterrühren und den Vanilleextrakt zugeben. Die Mehlmischung unterrühren, dabei nur so lange rühren, bis sich die Zutaten gerade verbunden haben. Die Chocolate-Chips aus der Gefriertruhe holen und einrühren.
Das Ganze abdecken und für ca. eine dreiviertel Stunde in den Kühlschrank stellen.

In der Zwischenzeit stellen wir die Füllung her. Dazu sieben (Klümpchen) wir den Puderzucker und eine kleine Schüssel, geben den Vergeoise-Zucker und die Erdnussbutter hinzu und verrühren die Mischung mit einem Spatel zu einer glatten Creme. Im Originalrezept wird hier brauner Zucker verwendet. Mir ist die Füllung dann aber zu körnig auf der Zunge und das mag ich nicht. Die Kombination aus Vergeoise- und Puderzucker ist schön weich, hat aber auch einen guten Eigengeschmack, der dem braunen Zucker nahe kommt. Vergeoise-Zucker lasse ich mir immer aus Frankreich mitbringen. Es gibt ihn in hell und dunkel. Wer gerne backt, sollte ihn unbedingt mal ausprobieren. Man kann tolle Geschmacksnuancen im Gebäck erreichen, wenn man ein bisschen mit verschiedenen Zuckersorten experimentiert.

Aber zurück zum Rezept. Wenn der Teig einigermaßen fest ist, ungefähr einen Esslöffel davon abnehmen und zwischen den Händen zu einer Kugel formen. Das sollte sehr schnell gehen und die Hände sollten kalt sein. Die Kugeln auf ein Backblech mit Backpapier setzen. Genug Abstand lassen. Das meine ich ernst. Die Kekse laufen tierisch auseinander. Ich backe immer sechs Kekse auf einem Blech.
Mit dem Daumen eine Mulde in den Teig drücken und sich nach Möglichkeit weder an den Schokoladenstückchen verletzen, noch sich davon irritieren lassen. Dabei die Kugeln etwas flach drücken. In die Mulden kommen jetzt jeweils ca. 1-1/2 TL Ernusscreme.Rohe Kekse ohne Deckel
Hat man alle Kekse gefüllt geht es an die Deckel. Dazu ca. 1/2 EL Teig nehmen und auf der Handfläche flach drücken. Auf die Kekse legen und mit den Fingern die „Naht“ verschließen. Es sollte von außen keine Erdnusscreme zu sehen sein. Ihr wisst schon, „Surprise“. Wenn der Teig zu weich und die Hände zu warm werden, ruhig eine kleine Pause einlegen und den Teig wieder in den Kühlschrank stellen.
Ungefähr 12 Minuten backen. Sind die Kekse an den Rändern oder der Unterseite etwas dunkler geworden, kein Problem. Gerade die leichten Bitternoten machen das Besondere an diesen Keksen aus.
Nach dem Backen die Kekse sofort mit dem Backpapier auf ein Gitter ziehen und dort ca. 5 Minuten auskühlen lassen. Erst dann die Kekse vom Backpapier auf das Auskühlgitter packen. Will man die Kekse direkt vom Backblech auf das Auskühlgitter umschichten, zerbrechen sie leicht.
In einer Keksdose halten sich die Kekse ohne Problem eine Woche. Wenn sie denn so lange durchhalten, denn die Kekse sind wahnsinnig lecker.
Martha könnte es nicht besser machen.